Dokumentarfilm "Berliner Härte"

Vom Junkie zum Mesner

Dokumentarfilm „Berliner Härte“: kostenfrei für Schulen und Jugendgruppen

Marco L. wächst in Kinderheimen in Sachsen auf, erfährt dort auch harte Strafen wie das Einsperren im dunklen, nur mit einer Pritsche möblierten Bunker. Er haut ab und geht nach Berlin. Da er weder über eine Wohnung noch über Geld verfügt, gerät er bald in ein Milieu aus Kriminalität, Prostitution und Drogensucht. Zu seinem Leben gehören Koks, Heroin, Ecstasy und Alkohol. „Man will nicht ansprechbar sein, will das Leben vergessen, weil alles Scheiße ist“, berichtet Marco L. rückblickend. „Aber man fühlt sich stärker unter Drogen.“ Bei einer zufälligen Begegnung mit Jugendlichen erkennt er, dass er sich selbst zerstört. Er unternimmt einen „kalten“ Entzug – ohne Beratung und medizinische Begleitung, ein hoch gefährliches Unterfangen.

Später führt ihn sein Weg nach Bamberg. Er lernt den katholischen Gefängnisseelsorger Hans Lyer kennen und schreibt seine Geschichte auf. Schließlich wird er Mesner in der Bamberger Kirche St. Elisabeth und lässt sich sogar taufen.

Marcos Aufzeichnungen haben Lyer und den Regisseur Thomas Metzkow zu einem Dokumentarfilm inspiriert, in dem Marco L. die Stationen von seiner Jugend bis zum Ausstieg aus dem Drogenmilieu besucht und von seinen Erfahrungen berichtet.

Der Film wendet sich gerade an Jugendliche und junge Erwachsene und soll der Prävention dienen. Die 36 Minuten lange Dokumentation steht daher als DVD Schulen, Jugendgruppen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe kostenfrei zur Verfügung. Er kann in der Medienzentrale Bamberg bezogen werden.

Als Booklet ist der DVD eine 16-seitige Arbeitshilfe beigegeben. Sie enthält Vorschläge zur Unterrichtsgestaltung, Hintergrundwissen und Fakten zur Suchtproblematik. Die Handreichung wurde vom Referat Suchtkrankenhilfe und Psychiatrie beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg erarbeitet.

Außerdem steht Marco L. für Diskussionen im Unterricht zur Verfügung. Begleitet wird er dabei grundsätzlich von Hans Lyer, Gefängnisseelsorger in der Justizvollzugsanstalt Ebrach, oder Alexander Hoh von der Polizeilichen Drogenprävention in Bamberg.

Die Produktion des Films wurde vom Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, vom Erzbischöflichen Ordinariat, vom Jugendamt der Erzdiözese und von der Medienzentrale Bamberg unterstützt und im wesentlichen auch finanziert.

Kontakt: Medienzentrale Bamberg, Heinrichsdamm 32, 96047 Bamberg, Telefon: 0951 502 2330, Fax: 0951 502 2339, E-Mail: info@medienzentrale-bamberg.de, Homepage: www.medienzentrale-bamberg.de