Altenpflegeausbildung in Bamberg

Der demographische Wandel wird auch die Region Bamberg nicht verschonen. Der Anteil der alten Menschen an der Gesamtbevölkerung steigt in Relation zu den anderen, besonders zu den jungen Altersgruppen. Während die Bevölkerungszahl Oberfrankens insgesamt abnimmt, steigt die Zahl der über 60-Jährigen von 288.900 im Jahr 2010 auf 370.700 zwanzig Jahre später. Gleichzeitig wird der Anteil der 16-19-Jährigen in der Bevölkerung immer geringer.

Allein aus diesem Zahlenbeispiel wird schnell klar, dass in den kommenden Jahren ein erhöhter Pflegebedarf besteht, wofür entsprechende Pflegefachkräfte benötigt werden. Caritas Diözesandirektor Gerhard Öhlein betont die Notwendigkeit, neue Fachkräfte für den Pflegeberuf zu gewinnen: Die Anzahl der Pflegekräfte müsste in den nächsten Jahren verdoppelt werden, um eine Unterversorgung alter Menschen entgegenzuwirken. Besondere Brisanz hat hierbei auch die zunehmende Zahl der Demenzerkankungen. Etwa 60% der heutigen Heimbewohner leiden an Demenz, Tendenz steigend.

Gemeinsame Kampagne

Die gemeinsame Imagekampagne der AWO, der Caritas sowie der Diakonie und des Bayrischen Roten Kreuzes soll das Bild der Altenpflege aufpolieren und junge Menschen dazu bewegen, eine Altenpflege-Ausbildung anzutreten. Die Bamberger Wohlfahrtsverbände möchten in den kommenden Jahren gemeinsam Vorurteile gegenüber der Altenpflege ausräumen und die Vielseitigkeit des Berufes vorstellen. Auf der eigens für die Kampagne angelegten Internetseite www.pflegeausbildung-bamberg.de können interessierte Jugendliche über einen Typtest ihre Eignung für den Pflegeberuf testen und bei Interesse direkt online ihre Bewerbungen abschicken. Auch Angaben zum Gehalt und den Ausbildungsmöglichkeiten im Raum Bamberg sind auf den Seiten der Homepage zu finden. So wird das Vorurteil, man verdiene wenig, mit genauen Angaben über die Steigerung des Brutto-Gehalts von 800 bis 1.000 € in den drei Ausbildungsjahren durch einen Klick beseitigt.

Den Initiatoren sei es wichtig, sagt Werner Dippold, der Geschäftsführer der AWO Bamberg, dass nicht nur die Pflege der Alten, sondern auch die berufliche Perspektive der Jugendlichen in den Fokus rückt. Er betont, dass gerade die Arbeitsplätze in den Wohlfahrtsverbänden sichere Arbeitsplätze sind. Über die Informationsseiten der Imagekampagne sollen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen selbst ein Bild über den Beruf der Altenpflege machen und dazu animiert werden über Schnupperpraktika und Ausbildung zu zukünftigen Pflegefachkräften heranzuwachsen.

Werner Dippold: „Die Altenpflege soll raus aus ihrem grauen, farblosen rein in ein attraktives, farbenfrohes und vielseitiges Gesicht.“ Das Motto der Kampagne „ohne – mit Altenpflege“ verdeutlicht auf ungezwungene Art, wie grau das Leben ohne und wie bunt es mit Altenpflege für die Pflegekräfte aussehen kann.

Alle Infos und Typ-Test auf www.pflegeausbildung-bamberg.de!